Fixe Kosten

Was ist es und
wozu dient es?
Damit ein Unternehmen wirtschaftlich handeln kann, müssen viele Voraussetzungen geschaffen werden. Gebäude für Fertigungen und Verwaltung müssen gekauft und eingerichtet werden, die IT-Infrastruktur muss bereitgestellt werden, Fahrzeuge werden Angeschafft, Maschinen für die Produktion bereitgestellt. Diese Tätigkeiten verursachen Kosten, die unabhängig von der Beschäftigung des Unternehmens sind, also nicht mit der Produktionsmenge schwanken. Daher werden sie Fixkosten genannt. 
Fixkosten sind demnach definiert als die Kosten, die unabhängig von der Beschäftigung des Unternehmens anfallen. Fixe Kosten fallen für die Bereitstellung der Produktionsfaktoren und deren Rahmenbedingungen an. Sie schaffen Kapazitäten, die erst eine wirtschaftliche Tätigkeit ermöglichen. Hohe Kapazitäten bedeuten i. d. R. hohe Fixkosten, niedrige Kapazitäten führen entsprechend zu niedrigen Fixkosten.
Welche Kostenarten sind in den Fixkosten zuzurechnen? Fast alle Kostenarten können fix auftreten, wenn entsprechende Verträge und Vereinbarungen dahinter stehen. Die typischen Fixkosten setzen sich aus den folgenden Arten zusammen: Abschreibungen: Periodische Wertminderungen der IT-Infrastruktur (Hardware), Gebäude, Betriebs- und Gebäudeausstattung, Fuhrpark und Maschinen.

Im Detail:
Unterhaltskosten:
Die IT-Infrastruktur, Gebäude, Maschinen und Anlagen müssen gewartet werden. Hier fallen große Beträge an, die unabhängig von der Produktionsmenge sind. Bei der IT-Infrastruktur und bei Maschinen und Anlagen ergeben sich aber auch leistungsabhängige Unterhaltskosten, die vom Kostenrechner ermittelt werden können und herausgerechnet werden müssen.
Mieten, Leasingkosten:
Einen Sonderrolle innerhalb der Fixkosten spielen Mieten und Leasingkosten z. B. für Hardware, Gebäude, Fuhrpark oder Maschinen. Zugrunde liegen in der Regel vertragliche Vereinbarungen, die eine bestimmte Laufzeit haben. Für die Laufzeit dieser Verträge sind die Kosten fix. Nach Ablauf der Vereinbarungen sind die Mietaufwendungen und Leasingkosten für einen kurzen Augenblick disponibel.
Personalkosten:
Die Kosten der fest Angestellten Mitarbeiter gelten als Fixkosten. Variabel sind hingegen die Kosten für Zeitarbeitskräfte (Temporärstellen).
   
Primärquellen  Ralph Brugger, Der IT Business Case, Springer, Berlin, 2005
   
Mit welchen Begriffen steht der Oberbegriff in Verbindung?
  • Variable Kosten
  • Prozesskosten
  • ABC - Activity Based Costing
  • Fixkostendegression
   
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